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23/07/12
Olafur Eliasson beschreibt seine Arbeiten, die die Kategorien Fotografie, Installation, Skulptur und Film verbinden, als „Versuchsanordnungen“. Rund 55 Handwerker, Künstler, Architekten und Kunsthistoriker arbeiten in seinem Berliner Atelier. „Im Laufe der Jahre habe ich unsere Wahrnehmung von Raum, Zeit und Gesellschaft erforscht“, so Eliasson.
Für ihn ist ein Kunstwerk nie nur das Objekt: „Es ist auch die Erfahrung und seine kontextuelle Auswirkung, wie es verwendet und genossen wird, wie es Fragen aufwirft und die Wege des Denkens und Lebens verändert. Auch die Verbreitung, der Businessplan und eine erfolgreiche Integration in Gegenden, die vom Stromnetz abgekoppelt sind – der gesamte Weg von der Produktion bis zur Nutzung – ist Teil der Kunst.“ Damit verschwimmen bei Eliasson die Grenzen zwischen Kunst und Design. Denn Fragen, die sich um den Erwerb des Produkts, seine Verwendung und Lebensdauer drehen, kommen eigentlich aus dem Design.
Eliasson sieht Little Sun als Schlüssel zu einer Diskussion um Energienutzung, die er aus der Perspektive der Kunst öffnen möchte. Hier spricht er in einem Video über das Projekt.
Beiträge und Arbeiten, die sich mit Little Sun auseinandersetzen, sind ab 28. Juli 2012 in einer Ausstellung in der Tate Modern zu sehen. Die Besucher werden u.a. dazu eingeladen, Kunstwerke in der Dunkelheit nur mithilfe des Lichts der solarbetriebenen Leuchten zu entdecken.

Olafur Eliasson: Little Sun
Tate Modern
28. Juli bis 23. September 2012

Weitere Informationen unter Little Sun


Bild links: ©Tomas Gislason

 
 
 
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