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27/08/12
Fruhtrunk war einer der wenigen deutschen Künstler, die nach 1945 nicht nur an die Formsprache der Avantgarden anknüpften, sondern auch deren weltanschaulichen Ansätze aufnahmen und in die neuen Verhältnisse zu übersetzen versuchten. 1963 erlebte Fruhtrunk, der lange Zeit in Paris verbrachte, den Durchbruch mit seiner Museumsausstellung in Dortmund und gehörte in den folgenden Jahren zu den meistdiskutierten deutschen Künstlern. Von 1967 an lehrte er als Professor an der Münchner Akademie der Bildenden Künste, bis er sich 1982 das Leben nahm. Nach seinem frühen Tod geriet sein Werk zunehmend in Vergessenheit. Im Gedächtnis blieb vielen nur noch die 1970 entworfene Plastiktüte für Aldi Nord, die seiner Karriere allerdings nicht gut getan hatte, weil die Nähe von Kunst und Kommerz zur damaligen Zeit sehr kritisch gesehen wurde.
Mit einer chronologischen Anordnung seiner Arbeiten lenkt die Werkschau „Günter Fruhtrunk. Farbe Rhythmus Existenz“ die Aufmerksamkeit auf die Entwicklung seines gesamten Schaffens. So ist z.B. ein besonderes Kapitel seinem Verhältnis zur Musik gewidmet. Außerdem werden zum ersten Mal Vorzeichnungen gezeigt.

Bild links: „Günter Fruhtrunk. Farbe Rhythmus Existenz“ im Kunstmuseum Liechtenstein, www.kunstmuseum.li

 
 
 
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