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04/09/12
Das erste Septemberwochenende steht ganz im Zeichen der Deutschen Werkstätten, die einen besonderen Sammlungsschwerpunkt des Museums bilden. Um diesen in größerem Umfang als bislang der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, wurde der Ostflügel des Bergpalais zu einem Schaudepot umgewandelt. Charakteristische Objekte werden in Zeitfenstern unterteilt präsentiert. So können zeittypische Entwicklungen im Möbelbau und der Innenausstattung aus der Produktion der Deutschen Werkstätten von ihren Anfängen im Jahr 1898 bis in die 1970er Jahre hinein nachvollzogen werden.
Zu den ausgestellten Arbeiten zählen u.a. die von Richard Riemerschmid entworfenen Maschinenmöbel sowie Schränke aus dem Programm „Die wachsende Wohnung“ von Bruno Paul und Teile aus der „Billigen Wohnung“ des Entwerfers Gustav Adolf Schneck, mit denen die Deutschen Werkstätten Designgeschichte schrieben. Mit Klassikern des DDR-Designs, wie dem Typensatz 602 von Franz Ehrlich und der MDW-Wand des Entwerferkollektivs um Rudolf Horn möchte die Staatliche Kunstsammlung Dresden zeigen, dass die Deutschen Werkstätten auch nach der Zäsur des Zweiten Weltkrieges auf anspruchsvollem entwerferischem Niveau weiterarbeiteten. Anhand von Textilien, keramischen Arbeiten, Messingarbeiten oder Leuchterwaren wird zudem das ganzheitliche Wohnkonzept der Deutschen Werkstätten erläutert.
Als besonderes Highlight zur Eröffnung des Schaudepots wurde am 1. und 2. September 2012 ein zeitgenössisches Lackkabinett, das die Deutschen Werkstätten gemeinsam mit dem Bremer Urushilack-Künstler Manfred Schmid entwickelten, im Wasserpalais von Schloss Pillnitz gezeigt und mit einem Vortragsprogramm der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Sonderpräsentation gab Einblicke in den Entwurfs- und Entstehungsprozess des Möbels in den Deutschen Werkstätten, deren Hauptgeschäftsfeld heute nicht mehr der serielle Möbelbau, sondern Einzellösungen im Innenausbau sind.
Im Anschluss an das Eröffnungswochenende kann das Schaudepot im Rahmen von Führungen, die immer dienstags um 14 Uhr und nach Anmeldung unter +49 (0)351 4914 2000 stattfinden, besucht werden.

Alle Informationen unter www.skd.museum.


Bild links: Das Lackkabinett aus der Zusammenarbeit von Manfred Schmid und den Deutschen Werkstätten Hellerau. Foto: Manfred Schmid. www.skd.museum

 
 
 
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