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20/09/12
Christoph Schlingensief stellte Fragen wie: „Warum wollen wir ständig dem afrikanischen Kontinent helfen, obwohl wir uns selbst nicht helfen können?“ Damit gelang es ihm, seine Analyse des „Deutschseins“ und die damit verbundene Diskussion in eine transnationale Dimension zu übertragen.
Die kritische Beschäftigung mit der Bedeutung der traditionellen Form nationaler Repräsentation in den Länderpavillons auf der Biennale in Venedig wird auch 2013 eine große Rolle Thema spielen.
Da künstlerisches Schaffen in Deutschland heute von Zusammenarbeit zwischen Künstlern aus aller Welt und einem internationalen intellektuellen und kulturellen Austausch geprägt ist, soll Deutschland daher auch in Venedig als aktiver Teil eines komplexen, weltweiten Netzwerkes repräsentiert werden.
Aus diesem Grund hat Susanne Gaensheimer vier internationale KünstlerInnen aus unterschiedlichen Ländern eingeladen. Ai Weiwei, Romuald Karmakar, Santu Mofokeng und Dayanita Singh sind nicht nur mit ihren Werken in den großen Museen und Sammlungen der Welt vertreten und haben so die internationalen künstlerischen Diskurse in den vergangenen Jahren mitbestimmt; sie sind außerdem alle eng mit der deutschen Kunstszene verbunden.
„Die Alltagsrealität und die kulturelle Landschaft in Deutschland sind von unterschiedlichen Religionen, Ökonomien und politischen Ansätzen geprägt, das ist heute die Normalität und führt sowohl zu einer großen Bereicherung als auch zur Konfrontation. Dass unsere Gesellschaft nicht mehr ohne Dialog, Kooperation und einer Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Lebensentwürfen und -wirklichkeiten funktioniert, zeigt sich gerade heute in aller Deutlichkeit. Für die Biennale in Venedig mit einer Gruppe von Künstlern aus unterschiedlichen Ländern zusammenzuarbeiten, ist daher für mich die logische Fortsetzung meiner Arbeit mit Christoph Schlingensief. Die von mir eingeladenen Künstler und ihre Werke sind repräsentativ für verschiedene Themen, die sich aus dem Aufeinandertreffen der unterschiedlichen Ideologien und Lebensentwürfe ergeben und uns heute besonders betreffen“, so Gaensheimer.

www.deutscher-pavillon.org
www.mmk-frankfurt.de

Bild links: Dayanita Singh, File Room (Set of 36), 2011, © Dayanita Singh, Frith Street Gallery

 
 
 
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