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13/12/12
Während der Entstehung eines Heftes ergibt sich mitunter der glückliche Fall, dass die vorgestellten Dinge und Ereignisse, die zunächst einmal nichts miteinander zu tun haben, in ihrer Gesamtheit einen Konsens offenbaren. In der aktuellen Ausgabe hat sich – so jedenfalls unsere Beobachtung – ein solcher roter Faden entsponnen: Viele Gestalter sehen immer weniger im Neuen als Selbstzweck einen Reiz, sondern setzen sich mit dem Vorhandenen kritisch auseinander. Ob im reflektierten Umgang mit verlorenen Gegenständen (Stuart Haygarth), mit Abfall (Studio Swine und Kieran Jones, Seite 88), mit historischen Orten (h2o) oder mit traditionellem Handwerk (siehe Matylda Krzykowski und Jenseits der Maschine), um nur einige Beispiele zu nennen. Weiterhin ist das anhaltende Interesse – vor allem von jungen Designern – an Bank-, Hocker- und Stuhlentwürfen unübersehbar; eine Entwicklung, die wir in diesem Heft Rubriken übergreifend in Szene setzen.
Die Zusammenarbeit in einem sich neu formierenden Team hat den unschätzbaren Vorteil, Trampelpfade ohne viel Federlesens verlassen und neue Wege einschlagen zu können. Es gibt keine Platzhirsche, keine aus der Vergangenheit herrührenden Befindlichkeiten, keine als Erfahrung getarnten Bremsmanöver. In dieser Arbeitskonstellation sind wir in Verlag und Redaktion der idealen Sharingsituation (unser Schwerpunktthema) sehr nahe. Neben den grundsätzlichen Fragen, warum wir mit dem Teilen im Allgemeinen und mit dem Geben und Nehmen von Wissen im Speziellen Schwierigkeiten haben, befassen wir uns mit den Vor- und Nachteilen von Open Design und stellen das finnische Projekt Brickstarter vor. Schließlich werfen wir einen Blick auf die Musikbranche, die sich – wenn auch nicht ganz freiwillig – als eine der ersten Kreativen Industrien mit dem Thema auseinandergesetzt hat.

Weitere Themen
Über die Unvollkommenheit: Fotograf Ali Taptik zeigt die Gentrifizierung am Bosporus +++ On Show: BIO 23 (Ljubljana) und Handmade in Germany (Berlin) +++ Books: Ken Garland / Structure and Substance +++ Material Research: Pigmentsammlung Luzern und Partikelschaum

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