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Ausstellungen

24/04/13
Zentrale Anlaufstelle für die „Charakter Walk“ genannte Ausstellungsreihe und Charakter-Lab war die Platoon Kunsthalle auf der Schönhauser Allee in Mitte. Hier konnten Besucher in Workshops selbst Charakter generieren oder einfach nur mit den anwesenden Grafikern ins Gespräch kommen.
In Gehweite befand sich mit dem Kino Babylon ein weiterer zentraler Punkt für die Besucher des Festivals. In den zwei Sälen des Kinos präsentierte ein Großteil der auch am „Charakter Walk“ beteiligten Grafiker in Vorträgen ihre Arbeiten und Arbeitsmethoden.
So gab etwa Genevieve Gauckler aus Paris nicht nur Einblick in ihren Werdegang, sondern auch einen sehr persönlichen Blick auf den Schaffensprozess ihrer wilden Kreaturen. Sue Doeksen aus den Niederlanden zeigte, wie sie aus simplen geometrischen Formen komplexe Welten voller Humor schafft. In ihrer Arbeitsweise unterscheiden sich die beiden jedoch grundlegend. Im Zentrum von Gaucklers Schaffen steht der Computer, bei Doeksen sind es Papier und Schere. Noch einmal anders arbeitet der walisische Künstler Osian Efnisien eine ganz andere Herangehensweise an seine Charaktere. Seine winzigen Figuren entstehen durch den kleinstmöglichen Einsatz von Strichen und zeigen, in welch unterschiedlichen Maßstäben seine Kreaturen ihre Wirkung entfalten können. Von kleinsten Papierzeichnungen bis zu Hauswände füllenden Grafiken, von Plattencovern für schwedische Elektro-Bands bis zu Coca Cola- Werbekampagnen, die Sympathie weckenden Kreaturen sind in verschiedenen Welten zuhause.
Gemeinsam war allen Vortragenden ihr jeweils sehr persönlicher Zugang. Hier zeigte sich die besondere Qualität dieses Festivals, denn überall hatte man das Gefühl, den Künstlern und ihren Arbeiten sehr nahe zu sein.

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